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Lagerungsplan

Pflegeerfassung
Prozeduren/Behandlung

Der Lagerungsplan oder Bewegungsplan gehört zu den Assessmentinstrumenten, die in der ambulanten und stationären Pflege bei Pflegebedürftigen zum Einsatz kommen. Ein individuell angepasster Bewegungsplan ist der Teil der individuellen Pflegeplanung, welcher der richtigen Lagerung und der Förderung der Eigenbewegung des Pflegebedürftigen dient. Damit ist er auch ein Teil der Pflegedokumentation mit entsprechenden Konsequenzen: Aufbewahrungspflicht, Lesbarkeit, evtl. Aktualisierungen, Handzeichen.

In der ambulanten Pflege wird der Lagerungsplan zur Dekubitusprophylaxe und auch bei einem bestehenden Dekubitus oder bei einer Wunde erstellt werden, also immer, wenn ein Pflegebedürftige sich nicht mehr selbstständig körperlich bewegen kann. Damit sollen auch potenzielle Folgeerkrankungen, die durch die Mobilitätseinschränkung eintreten können (z.B. Kontrakturen), verhindert werden. Der Lagerungsplan soll die individuelle Hautbeschaffenheit, die Kooperationsfähigkeit des Pflegebedürftigen und die Stelle größter Gefährdung so oft berücksichtigen, dass die Haut nicht verletzt wird bzw. wieder heilt.

Bei jedem Bewegungsplan erfolgt zunächst eine Bewegungsanalyse, um die Einschränkungen genau zu definieren und Pflegeziele zu formulieren. Die Zeitabstände sind nach der Einschätzung der Hautveränderung weiter oder enger zu wählen. Als Anfangsrhythmus haben sich zunächst Lagewechsel nach 2 Stunden bewährt. Allerdings kann die Krankenbeobachtung einen häufigeren oder einen selteneren Wechsel begründen, aber auch nachts inklusive.

Das Lagerungsplan-Formular dient der Erstellung eines Lagerungsprofils sowie der Durchführungskontrolle. Das enthält also Spalten für:

  • Uhrzeit,
  • Art der Lagerung,
  • Monatstage,
  • Besonderheiten, Abweichungen vom Schema.

Es sieht auch wie ein Stundenplan und kann als der Grundplan über die Tage gleichbleiben. Die Veränderung der Lage des Pflegebedürftigen erfolgt letztendlich nach diesem schriftlichen Lagerungsplan (z.B. alle 2 Stunden im Wechsel: linke Seite, rechte Seite, Rückenlage, Heraussetzen und zurück, usw.). Die Reihenfolge ist vorzugeben, kann aber situativ und den Gewohnheiten des Kunden angepasst werden. Die individuelle Fähigkeit zur eigenen Bewegung ist zu berücksichtigen.

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